Dienste im Internet


Dienste im Internet – Deine Freunde und Helfer?

Dienste im Internet sind heute aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Wir speichern dort unsere Daten, bezahlen unsere Rechnungen oder tauschen uns mit Freunden und Verwandten in Übersee aus. So betreiben zum Beispiel zwei Drittel der Deutschen Online-Banking und mehr als jeder Fünfte speichert seine Daten in einer Cloud. Doch was gilt es bei diesen Diensten zu beachten? Wo lauern Gefahren? Wir möchten Ihnen hier einen kleinen Überblick über die gängigsten Dienste im Internet geben.

Kleine Anmerkung vorweg: All diese Dienste können bedenkenlos verwendet werden, wenn Sie ein paar einfach Dinge beachten.

 

Online-Banking

Das Verwalten der Finanzen über das Internet bietet viele Vorteile. Man hat immer und überall Zugriff auf seine Konten und kann diese verwalten oder Transaktionen durchführen. Durch stetige Weiterentwicklung der Sicherheitsmaßnahmen ist der Zahlungsverkehr über das Internet inzwischen auch sehr sicher, wenn Sie folgende Tipps beherzigen.

Wie überall beim Umgang mit Zugangsdaten und Passwörtern gilt natürlich auch hier: Behalten Sie diese unbedingt für sich (s. Passwort). Beim Banking sollten Sie, wie immer beim Thema “Dienste im Internet”, die Internetseite Ihrer Bank immer manuell öffnen und keinen Links vertrauen. Diese könnten manipuliert sein und Sie auf betrügerische Webseiten weiterleiten, die der echten Bankseite zum Verwechseln ähnlich sehen. Wie schon in den Informationen zu Funkverbindungen erwähnt, sind Ihre Daten in offenen Netzwerken nicht immer geschützt, nutzen Sie Ihr Online-Banking daher wenn möglich nur in privaten, geschützten Netzwerken.

Kontaktieren Sie bei Ungereimtheiten oder Unklarheiten beim Online-Banking immer Ihre Bank, die Mitarbeiter helfen Ihnen sicher gerne weiter.

 

E-Mail

Auch die Kommunikation per Mail ist ein fester Bestandteil der heutigen Internetlandschaft. An allen Ecken und Enden wird eine Mailadresse benötigt, sei es zum Erstellen eines Accounts im Internet oder der Kommunikation mit Geschäftspartnern. Leider haben auch zwielichtige Gestalten dieses Medium schnell für sich entdeckt. Der Anteil von Spam-Mails im weltweiten Mailverkehr beträgt deutlich über 50%. Daher gilt bei E-Mails besondere Vorsicht. Geben Sie nie Passwörter, TAN-/PIN-Nummern oder andere Login-Informationen per Mail weiter. Seriöse Unternehmen würden solche Informationen nie per Mail verlangen. Achtung: Was bei Ihnen als “Absender” angezeigt wird, muss nicht unbedingt der tatsächliche Absender sein, diese Anzeige lässt sich manipulieren! Überprüfen Sie verdächtige Mails lieber etwas gründlicher oder fragen Sie beim vermeintlichen Absender nach, ob die Mail tatsächlich von ihm stammt. Auffällig schlechte Rechtschreibung oder ungewöhnliche Schreibweisen beim Absender (zum Beispiel Sparkas-se statt Sparkasse) könnten Anzeichen sein, dass Ihnen eine gefälschte Mail vorliegt.

Bei Mail-Anhängen ist immer eine gewisse Vorsicht und Sensibilität gefragt. Öffnen Sie nie unbekannte Anhänge, vor allem von Fremden, denn diese könnten Schadsoftware enthalten.

 

Cloud

Das Arbeiten mit Clouds (Cloud = engl. für “Wolke”) ist einer der neueren Trends bei den Internetdiensten. Dabei werden Daten statt auf der eigenen Festplatte im Internet gespeichert, sodass man von überall Zugriff darauf hat. Neben den offensichtlichen Vorteilen, sind einige Cloud-Dienste leider auch schon negativ durch Datendiebstähle aufgefallen. Seither haben sich die Sicherheitsstandards der Dienste jedoch weiter erhöht. Um Ihre sensiblen Daten zusätzlich zu schützen, empfiehlt es sich aber, diese verschlüsselt in Ihre Cloud hochzuladen (s. Verschlüsselung).

 

VoIP (Telefonie über das Internet)

Ein weiteres Beispiel für Internetdienste ist die Telefonie über das Internet, genannt VoIP (Voice over IP). Der bekannteste dieser Dienste ist wohl Skype, inzwischen bietet aber selbst WhatsApp bereits die Möglichkeit, über das Internet zu telefonieren. Bei unverschlüsselten Gesprächen besteht in offenen Netzen jedoch die gleiche Gefahr wie bei jeder anderen Kommunikation, die Gespräche könnten abgehört werden. Für sensible Gespräche sollten Sie daher ein sicheres Netzwerk wählen oder Ihren gewählten Dienst auf Optionen zur Verschlüsselung prüfen.

Aber Achtung! Ein kleiner Ausschnitt aus den AGBs von Skype:

Durch die Nutzung der Software gewähren Sie Skype eine Lizenz für geistiges Eigentumsrecht, mit der Skype die Inhalte Ihrer Kommunikation verwenden kann, um die Produkte bereitstellen zu können, z. B. die Übermittlung Ihrer Kommunikation an den vorgesehenen Empfänger.”

Dies bedeutet, dass Skype die Inhalte Ihrer Kommunikation mitschneiden darf und sogar ein Eigentumsrecht daran hat!

 

Online-Funktion des Personalausweises

Die neuste Generation Ihres Personalausweises (seit 1. November 2010) bietet auch eine Online-Funktion. Diese freiwillige Option erweitert Ihren normalen Personalausweis um einige Funktionen. Allerdings ist mit dem Anschluss an Computer und das Internet immer auch ein kleines Restrisiko gegeben, da ihre Daten gefährdet sein könnten, falls Ihr Ausweis mit einem infizierten Computer in Kontakt kommt.

 

 

Zusammenfassung:

  • Vorsicht ist besser als Nachsicht
  • Sensible Daten und Telefonate wenn möglich nur über sichere Netze und verschlüsselt übertragen
  • niemals Passwörter, PIN-/TAN-Nummern oder sonstige Login-Daten via Mail oder an Unbekannte preisgeben
  • Vorsicht bei Links sowie Anhängen in Mails
  • Zusätzliche, eigene Verschlüsselung ist nie ein Fehler